2. Februar 2016

Ausgeglichen durch Ernährung und Yoga

Interview mit Fitness-Model und Yogini Agnes Fischer

Wir stellen vor: Agnes Fischer. Sie ist Model, Yogini aus Leidenschaft und Botschafterin von Gore. Wenn sie gerade nicht arbeitet, ist Agnes ständig auf Achse und lernt neue Orte und Menschen kennen. Auf ihren Reisen macht sie Yoga, um fit und ausgeglichen zu bleiben, und erst vor kurzem hat sie ihre Trainerausbildung in Bali abgeschlossen. Wir haben mit Agi über Yoga und Ernährung gesprochen, und sie hat super Tipps für ein ausgeglichenes Leben!

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Agnes Modellierung der SUNLIGHT LADY Sammlung

Du machst viel Yoga und Fitness. Welchen Einfluss hat das auf deine Essgewohnheiten?

Viele Yogis, die man trifft, leben vegetarisch oder vegan. Als ich meine Trainerausbildung absolvierte, lebte ich 5 Wochen lang von veganer Rohkost, ich aß also nicht einmal Reis, denn der wird ja gekocht. Diese Diät war Teil des Programms, an dem ich teilnahm.
Das war eine tolle Erfahrung, ich esse auch zu Hause sehr viel vegan, aber ab und zu brauche ich doch ein wenig Fleisch oder Fisch. Ich glaube, es ist auch OK, Fleisch zu essen, wenn man es bewusst tut, also Bio-Produkte, am besten von lokalen Bauern. Das gilt auch für Fisch und Meeresfrüchte, Milch, Eier etc. Wie alles im Leben sollte auch das Essen im Gleichgewicht sein. Ich esse Schokolade, wenn ich Lust darauf habe, und am Wochenende trinke ich auch Wein. Während der Woche esse ich vor allem Salat, Gemüse und einmal pro Woche Fleisch.

Ich habe übrigens angefangen, meine eigene Mandelmilch (das ist wirklich einfach, das Rezept habe ich auch!) und Rohschokolade zu machen. Und ich trinke frisch gepressten Saft, je nachdem, worauf ich Lust habe.

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Viele Yogis essen mehrere Stunden vor dem Yoga nichts. Was hältst du davon? Isst du, und wenn ja, was?

Ich mache normalerweise morgens Yoga, also esse ich auch nichts davor. Wenn das geht, esse ich eine frische Kokosnuss, denn das Wasser daraus spendet viel Feuchtigkeit. Manchmal trainiere ich erst mittags, dann trinke ich vorher einen Saft oder Smoothie, oder esse eine Banane oder eine Avocado. Wenn ich erst am Abend Yoga mache, esse ich natürlich tagsüber, etwa zwei Stunden vorher dann nichts mehr.

Für jeden Sport braucht man Energie. Aber klar, man geht nicht mit vollem Bauch Laufen – und genauso ist es beim Yoga. Es sollten leicht verdauliche Nahrungsmittel sein. Beim Herabschauenden Hund möchte ich lieber keinen Teller Pasta im Bauch haben!

Welche drei Nahrungsmittel nimmst du jeden Tag/jede Woche zu dir, und warum?

Kokoswasser (täglich, wenn verfügbar): Es ist süß und steril und enthält besondere Stoffe wie Zucker, Vitamine, Mineralstoffe, Elektrolyte, Enzyme, Aminosäuren, Zytokine und Phytohormone – der perfekte Gesundheits-Cocktail!
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Avocado (täglich): Die liebe ich so sehr, dass ich sie sogar mit auf Reisen nehme. Sie sind auch praktisch, weil ich sie im Flugzeug im Handgepäck mitnehmen kann. Viele Hotels bieten kein gesundes Frühstück, dann esse ich oft etwas Avocado auf Roggenbrot. Avocados sind gesund, denn sie haben viele Vitamine, gesunde Fette, und sind gut für Haare und Haut.

Fisch (einmal pro Woche): Hat viele Omega-3-Säuren und ist ein perfekter Eiweißlieferant – und trotzdem leicht.

Welche außer den genannten empfiehlst du noch für eine gesunde Ernährung mit Yoga?

  • Nüsse: enthalten Fette und Eiweiße, sehr nahrhaft, man muss nur wenig davon essen.
  • Rote Bete
  • Granatapfel: gute antioxidative Wirkung
  • Sprossen und Rohkost: jede Menge Enzyme und wichtige Vitamine, die beim Erhitzen verloren gehen würden
  • Mandelmilch
  • Trockenfrüchte
  • Firsche Früchte, Säfte, Smoothies
  • Alles, was frisch und bio ist

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Gibt es etwas, was du absolut meidest?

Verarbeitete Lebensmittel und Fleisch oder Fisch, der nicht bio ist. Ich liebe Wein, aber ich trinke nie harten Alkohol wie Schnaps oder Cocktails.

Was ist deiner Meinung nach die beste Einstellung zu Essen und Ernährung im Allgemeinen?

Balance ist wichtig! Trink Wein, aber vergiss den grünen Tee nicht. Iss Schokolade, wenn es dein Herz verlangt, und Salat, wenn es dein Körper braucht (den Teil habe ich aus einem meiner Lieblingszitate geklaut). Wenn du dich richtig gehen lässt (zum Beispiel an Weihnachten), dann faste ein paar Tage. Ich hungere aber nie. Zwar esse ich selten Fast Food, aber es kommt doch vor. Dann versuche ich, mich am nächsten Tag gesünder zu verhalten.

Hast du Ernährungstipps für Yoga-Einsteiger?

Ich würde schwere Kost wie Pasta oder Fleisch vor dem Yoga und im Allgemeinen vermeiden. Aber: Jeder Körper ist anders. Höre auf deinen Körper. Er sagt es dir, wenn ihm etwas fehlt, oder du etwas „falsches“ gegessen hast.

TRINK VIEL WASSER!

Möchtest du ein Rezept mit uns teilen?

Ich habe vor Kurzem angefangen, selbst Mandelmilch zu machen.

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Es ist ganz einfach:

Das brauchst du dafür:

  • Einen Nussmilchbeutel (zu finden auf Amazon oder im Bio-Laden)
  • 1 Tasse rohe, ungesalzene Mandeln
  • 3-4 Tassen Wasser

Zubereitung:

  • Mandeln über Nacht bzw. mindestens 8 Stunden in Wasser quellen lassen.
  • Wasser abgießen und Mandeln in einem Sieb abtropfen lassen.
  • Mandeln mit 3-4 Tassen Wasser mit der Küchenmaschine pürieren, bis sie die gewünschte Konsistenz erreichen.
  • Nach Geschmack Honig oder natürliche Süße (z.B. Vanille) zugeben.
  • Die Mandelmilch durch den Nussmilchbeutel abtropfen lassen.
  • Die im Beutel zurückbleibende Masse gut ausdrücken.
  • Getrocknet wird diese Masse zu Mandelmehl und ist eine gute Ballaststoffquelle, zum Beispiel kann man sie ins Müsli mischen oder damit Mandelkekse backen.
  • Die Mandelmilch hält sich im Kühlschrank 4 bis 7 Tage. Vor dem Servieren kräftig schütteln!

Welche kleinen Sünden kannst du dir nicht verkneifen?

Wein und Schokolade.

Tee oder Kaffee?

Beides! Ich liebe einen guten Cappuccino, aber genauso mag ich grünen Tee, vor allem Rooibostee, den ich mit etwas Mandelmilch verfeinere.

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