6. April 2017

Einfach mal loslaufen

Am 9. April fällt in Paris der Startschuss für einer der größten Marathons der Welt. Mit dabei: Florian Neuschwander. Wir befragten ihn kurz vor dem Rennen über seine Marathon-Erfahrungen – und natürlich sein Ziel für Paris.

Wie schnell willst du den Marathon in Paris laufen?

Da mein Hauptziel in diesem Frühjahr der „Wings for Life World Run“ Anfang Mai ist, sehe ich den Paris Marathon mehr oder weniger als guten Testlauf. Natürlich laufe ich so schnell wie es geht – was dann genau dabei rauskommt wird sich zeigen!

Wann war dein letzter Marathon?

Mein letzter Marathon war 2016 der Trail Marathon in Heidelberg in 2:55 h – bei 1800 Höhenmetern hieß das Streckenrekord. Mein letzter richtiger Straßen-Marathon hingegen ist tatsächlich schon eine Weile her. Das müsste 2014 der leicht profilierte Honolulu Marathon auf Hawaii gewesen sein. Da erreichte ich in 2:27 h Platz 6. – hinter 5 Kenianern. Das war aber recht spontan, ich war eh dort um eine Woche vorher bei der Xterra Trail Running Weltmeisterschaft teilzunehmen. Ein Rennen über 21 Kilometer, bei dem ich letztlich 4. wurde.

Hast du dich speziell auf Paris vorbereitet? Falls ja: wie?

Ich habe mich gut vorbereitet und eigentlich ein klassisches Marathon Training absolviert. So bin ich in der Vorbereitung einen Crosslauf und einen 10 km Lauf (30:41 min.) in Streckenrekord gerannt und habe Ende März noch einen 50 km Lauf in 3h 05:25 min. in Streckenrekord gewonnen. So zwei Wochen vor dem eigentlichen Marathon ist das natürlich riskant, aber wie gesagt: Mein Hauptziel ist der Wings for Life World Run und da muss ich einfach den Fokus auch auf die richtigen Trainingseinheiten legen.

Mit welchen Klamotten und welchen Schuhen läufst du – und warum?

Sofern das Wetter mitspielt werde ich von GORE RUNNING WEAR in der „Fusion 2 in 1 Short“ laufen – die hat genügend Stauraum um auch 2 bis 3 Gels am Körper zu tragen – und oben mit dem „Mythos 6.0. Singlet“. Bei den Schuhen bin ich mir noch nicht ganz sicher: Entweder wird es der Brooks Hyperion Wettkampfschuh oder doch der Brooks Pure Cadence, der etwas schwerer ist, aber dafür deutlich mehr Führung und Dämpfung hat. Er ist in meiner Größe mit rund 260g immer noch ziemlich leicht. Ich denke ich setze auf etwas mehr Komfort. Für das Marathon-Training habe ich übrigens meistens die ONE GORE-TEX® Active Run Jacke getragen: leicht, super atmungsaktiv und wasserdicht. Meine absolute Lieblingsjacke, ich nutze sie sogar bei Tempoläufen wenn das Wetter mal nicht so geil ist.

Hast du dir eine Renntaktik überlegt?

Nein. Ich mach mir keinen Stress und laufe einfach mal los…. Nur einen Fehler möchte ich vermeiden: nicht so schnell angehen! Nach meinem „nicht so guten“ Halbmarathon in Lissabon lasse ich es erst mal ruhig laufen…

Wie sieht dein Frühstück vor einem Marathon aus?

Ganz normal wie immer: 2 Nutella Brötchen, nur keine Experimente. Vielleicht einen Espresso dazu und einen Riegel eine Stunde vor dem Start.

Machst du Tapering vor dem Marathon?

Ja: In der Woche vor dem Marathon laufe ich locker an 3 bis 4 Tagen mit ein paar Steigerungsläufen. Dienstags vor dem Marathon mache ich noch einmal 3 x 2000m im Marathon-Tempo um die Beine darauf zu programmieren!

Bist du üblicherweise nervös vor so einem Rennen?

Ja eigentlich schon. Man sieht es mir vielleicht nicht an, aber Nervosität gehört dazu. Fühlt sich auch gut an!

„Der Mann mit dem Hammer bei Kilometer 30 bis 35“: kennst du das auch?

Klar. Direkt bei meinem ersten Marathon, ich glaube der war 2007 in St. Wendel im Saarland traf ich den Mann mit dem Hammer genau dort. Ich war bis dahin gut unterwegs, aber auch zu schnell. Bei ca. Kilometer 32 km kamen dann üble Krämpfe auf und ich musste das erste Mal gehen. Insgesamt ging ich bestimmt 5 – 6 Mal, finishte aber meinen ersten Marathon immerhin noch in 2:36 h.

Viel Erfolg in Paris!

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