9. September 2016

Ernahrung mit der F-AS-T Formel: Essen ist für uns wie Training

Die Dampflok braucht Kohle, das Auto braucht Benzin und naturlich brauchen auch Sportler Energie um mit voller Power vorwärts zu gelangen. Profimountainbiker Steffen Thum arbeitet mit einem speziellen Ernährungskonzept. Essen ist für ihn Teil seines Trainings.

Beim Auto würde sicherlich keiner auf die Idee kommen seinen Porsche Sportwagen mit altem Heizöl zu betanken. So sollten auch Sportler darauf achten, was für Energiequellen in ihren Tank kommen um nicht irgendwann mal mit einem körperlichen Kolbenfresser am Straßenrand stehen zu bleiben. Wir vom Team ROSE Vaujany fueled by ultraSPORTS vertreten dabei einen langfristig gesundheitsorientierten Ansatz. Aktuell sind wir zwar Profisportler und kämpfen um Sekunden im Weltcup, aber auch in 10 Jahren möchten wir noch gerne auf eine Biketour gehen. Gemeinsam mit unserem Ernährungsberater Dr. Wolfgang Feil haben wir aus diesem Grund an einer Formel gebastelt, die gleichermaßen schnell, gesund und sogar noch schlank macht. FAST ist das Stichwort und keine Angst: Dabei geht es nicht um einen strickten Diätplan wo nichts erlaubt ist, sondern mehr um grundlegende Ansätze, die dein Training effizienter gestalten. Eine Geißelung deines Körpers bringt auf die Dauer sowieso nichts und rächt sich nur. Man muss mit seiner Ernährung nicht nur überleben, sondern leben können, Spaß haben, genau wie beim Training selbst. Klar, es darf auch mal ein bisschen anstrengend sein, das macht ja auch den Reiz aus, aber alles sollte in Balance stattfinden. Nun genug mit dem einleitenden Gerede und her mit ein paar Tipps, wie auch ihr es schafft, mit gutem Essen schneller zu werden:

1.) „mach Dich scharf“
Gewürze machen nicht nur das Essen scharf, sondern auch Dich, denn sie entflammen dein inneres Feuer. Das wiederum sorgt dafür, dass dein Stoffwechsel auf Hochtouren läuft und das macht am Ende schlank. Zudem reinigen Kräuter und Gewürze deinen Köper von Schlackenstoffen und wirken antioxidantisch. Also nichts wie her mit dem Kräutertöpfchen, hier gibt’s fast kein Limit nach oben. Bei uns ist der Marktbesuch bei eigentlich jedem Weltcup auf der to-do Liste. Die wichtigsten Sachen dabei sind: Chilis für den Stoffwechsel, Kurkuma für den Darm, Zimt für den Blutzuckerspiegel und Ingwerwurzeln für den Magen.

2.) „Fett macht schlank“
Vorbei ist die Zeit von Pastaparties und Kohlenhydraten ohne Ende. Weniger ist mehr ist unsere Devise in Bezug auf die Carbs, doch logischerweise braucht auch unser Körper Energie, um die tagtägliche Trainingsleistung abrufen zu können. Dabei setzen wir neben Eiweißen speziell bei der Abendmahlzeit auch auf Fette. Keine Sorge, wir hauen uns nun nicht Chips und Pommes vor dem Fernseher rein, sondern setzen bevorzugt auf gute Fettsäuren. Die findet ihr in Avocados, Oliven- oder Speiseleinöl, Nüssen und auch Fisch. Das gute am Fett ist, dass wenig bereits gut satt macht und man mit einer Avocado und zwei Hand voll Nüssen im Salat keineswegs mit Hunger ins Bett gehen muss.

3.) „trainiere deinen Reservetank“
Wer dann dem System von „low carb“ noch einen draufsetzen möchte, der kann sich mal darin versuchen, sein Training alleinig mit dem Reservetank zu absolvieren. Wir tun dies speziell vor den langen Etappenrennen, denn hier geht es darum, möglichst effizient und lange mit wenig Energieverschwendung voran zu kommen. Doch wie trainiert man den leeren Extremzustand, der normalerweise erst nach drei, vier Rennstunden eintrifft? Man startet einfach schon ohne Energie, weil man ab dem Nachmittag komplett auf Energiezufuhr verzichtet, dann am nächsten morgen aufsteht und noch vor dem Frühstück sein Training absolviert. Ihr werdet sehen, dass speziell die ersten Meter schwer fallen, aber dann der Motor anspringt und es doch geht, ganz ohne die großen Nudelberge am Vortag. Wichtig dabei ist, ein Notfall-Gel mit dabei zu haben, denn man bewegt sich in diesem Training schon im Grenzbereich und wenn der Mann mit dem Hammer kommt, dann kommt er hier aber so richtig. Als abgeschwächte Einstiegsvariante könnte man vor dem Training auch zwei Eier frühstücken. Die haben keine Kohlehydrate und somit wenig Energie, doch man hat etwas im Magen.

4.) „wer Gewinnen will braucht Eier“
Eiweiß ist das Baumaterial für unsere Muskeln und die bringen uns schließlich den Berg hoch. Also wer auf der Suche nach mehr Power ist, der sucht sie am Besten im Hühnerstall. Ganz egal ob du dabei auf leckere Barbecue-Hähnchen triffst oder der Henne nur ein paar Eier klaust. Und nebenbei: Die Bedenken eurer Großeltern, dass viele Eier zu einem Cholesterinproblemen führen, sind veraltet. Wir Essen pro Woche ganz easy 15 Eier, die sind schnell gemacht, schmecken gut und ein Omelett kann, von süßer Banane und Zimt bis hin zum Almkäse und Hüttenspeck, mit fast allem gefüllt werden.

5.) „Cafépäuschen“
Als letzten Tipp gibt’s noch den Espresso mit auf eueren Weg. Die Italiener wissen schon was sie machen und ein Espresso macht fast jede Lebenssituation besser. Wenn du müde wirst, macht er dich fitt, wenn du hungrig bist, reduziert er dein Leiden und wenn du einfach fünf Minuten Pause brauchst, dann wird auch diese mit einem kurzen Café eine Ecke schöner. Wichtig dabei ist, dass du bitte die guten Bohnen nimmst, denn dann brauchst du deinen Espresso auch nicht mit Zucker vollschütten, sondern kannst höchstens einen Schuss Latte in die Crema geben.

Ihr seht, das Thema Ernährung ist eine never ending story, aber auch eine unendlich spannende Geschichte. Wer mehr zum Thema die FAST- Formel erfahren will, der kann sich im dazu passenden Buch „die F-AS-T Formel, Was erfolgreiche Sportler anders machen“, einlesen. Ansonsten wünsche ich euch ganz viel Freude beim Ausprobieren und einen guten Appetit! Denn wir Sportler haben den großen Vorteil, wer viel verbrennt, der darf natürlich auch die Reserven wieder auffüllen. Wichtig ist dabei nur, dass ihr in Zukunft daran denkt, wie ihr euren Tank wieder befüllt.


Steffens Gewinnerformel in Sachen Kleidung

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