19. September 2016

„Hart, geil und endlich vorbei!“

Man kennt das ja von der Tour de France: Wenn die Fahrer auf der letzten Etappe im Bummel-Tempo nebeneinander her rollen, lachend und scherzend, mittendrin der Fahrer im gelben Trikot. Und jeder weiß: Üblicherweise wird auf dieser Schlussetappe jener Gesamtführende nicht mehr angegriffen.  Nicht so beim diesjährigen GORE-TEX® Transalpine-Run, der spannend verlief wie selten zu vor: Das Team GORE RUNNING WEAR®/Mammut mit Daniel Jung und Helmut Schiessl übernahm ab Etappe 4 die Führung, kontrollierte anschließend das Rennen und hatte vor der letzten Etappe fast 15 Minuten Vorsprung auf das Team GORE RUNNING WEAR®/BOA  mit Ivan Paulmichl und Michael Karbichler.

Stage 6 of the GoreTex TransAlpine Run from St Leonhard in Passier to Sarnthein (Italy) , on 9 September 2016

Doch Ivan und Michael, die bereits die 50 Kilometer lange Königsetappe von Imst nach Mandarfen gewonnen hatten, griffen noch einmal an – warum auch nicht? Der Transalpine-Run geht nun mal über 7 Tage, und erst wenn beide das Ziel in Brixen überqueren wird gezählt. Doch trotz einer kleinen Schwäche auf dieser finalen Etappe reichte es für Daniel und den ehemaligen Berglauf-Weltmeister Helmut zum ersten Transalpine-Run Sieg für die beiden,  vor Ivan und Michael – am Ende mit nicht einmal 7 Minuten Vorsprung nach 248 Kilometern und fast 15 000 Höhenmetern.  Hart, geil und endlich vorbei“ lautet denn auch Daniels Fazit, der auf dem Brixener Domplatz von seiner Familie und Hunderten Fans begeistert empfangen wurde.

GORE RUNNING WEAR® Germany: perfektes Team

Weniger spannend, dafür umso erfreulicher für uns als Sponsor, verlief das Rennen bei dem extrem stark besetzten Feld der „Master Men“: Das Team „GORE RUNNING WEAR® Germany“ mit Florian Holzinger und Stefan Holzner setzte sich souverän durch und wies damit sogar die Trailraketen „Dodo“ und Seppi Neuhäuser in die Schranken! Ab der zweiten Etappe gewannen sie eindrucksvoll jede Tageswertung, und beim Finale nach Brixen liefen sie sich sogar als drittschnellstes Duo direkt nach den beiden führenden Männer-Teams über die Ziellinie. Der Schlüssel zu ihrem Erfolg: Die beiden harmonierten einfach perfekt – bergauf wie bergab, auf ebenen Forstwegen ebenso wie auf hochalpinen Trails. Und so abgedroschen das klingen mag, aber ohne funktionierendes Teamwork gewinnt man keinen Blumentopf beim Transalpine-Run.

Die Sieger: ehemalige Bike- und Berglaufchampions

Stage 07, Gore-Tex Transalpine-Run 2016. 10.09.2016. Sarnthein (ITA) – Brixen, 36,4 km

Das war auch bei Daniel und Helmut so: Die beiden haben einfach den besten Mix aus Lockerheit, Ehrgeiz und Können gefunden. Und das, obwohl sie als durchaus ungewöhnliches Team antraten: Daniel, ehemals Sieger der Bike Transalp mit dem Mountainbike, ist erst seit zwei Jahren engagiert als Trailrunner unterwegs, dafür extrem erfolgreich. Allein 2016 verbuchte er mehrere hochkarätige Siege, unter anderem beim „Ultra Skyrace Südtirol“. Helmut hingegen ist mittlerweile 44 Jahre alt und war bereits 2005  Berglauf-Weltmeister – in jenem Jahr, als die Premiere des GORE-TEX® Transalpine-Runs stattfand! Eines Abends, ich hatte das Vergnügen mit den beiden ein Zimmer zu teilen, erzählte er von seiner Zeit als „Berglauflaufprofi-Tourist“ (O-Ton): „Damals, in meiner aktiven Zeit …“. Als zählte der aktuelle Transalpine-Run nicht zur „aktiven“ Zeit!

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Auf jeden Fall kann er es noch, vor allem auf laufbaren Anstiegen und rasanten Forstwegen bergab war er extrem schnell unterwegs;  je steiler und technischer, deto mehr konnte Daniel seine Stärken ausspielen. Der fand zwischendurch sogar noch Zeit mit der GoPro ein paar Videoaufnahmen für uns zu machen. Doch so locker und entspannt beide wirken, so ehrgeizig sind sie auch, und vor allem haben sie das Wettkampf-Gen im Blut. Daniel zeigte übrigens auch bei der anschließenden Finisher-Party Stehvermögen und tauchte mit einem Pulk Läufern und Gore Mitarbeitern ins Brixener Nachtleben ein …


Daniels Lieblingsteile zum Transalpine-Run:

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