16. Dezember 2016

Grenzgänger zwischen den Coachingzonen

Er trainiert Anfänger oder Profisportler in Sachen Lauferfolg, hat als Gebirgsjägeroffizier in mehr als zehn Jahren Bundeswehr gelernt, die Nerven zu behalten und sich als passionierter Ultraläufer selbst schon so mancher legendären Challenge gestellt. Jetzt ist Michael Arend der Neuzugang im Athletenteam von GORE RUNNING WEAR®.

Sein Motto als Coach und Sportler: Wenn Du Laufen willst, dann musst Du dafür nicht 15 Bücher lesen und alle möglichen Gadgets ansammeln. Laufe einfach. Natürlich hat Michael auch selbst einiges aus dem großen Fundus an Laufsporttrends durch: „Ich habe mich vegan ernährt, ich habe Born to Run gelesen und eine Zeitlang mein Heil als Läufer in Minimalschuhen ohne Sprengung gesucht und auch in meinen Schränken stehen Packungen abgelaufener Nahrungsergänzungsmitteln, die ich nie gebraucht habe.“

Muskelkater statt Chiasamen


Umso mehr ist sein Credo heute: Ehrliches und hartes Training kannst Du nicht durch megateures Equipment oder ausgeklügelte Ernährung ersetzen. Das versucht der GORE RUNNING WEAR® Athlet auch seinen Kunden zu vermitteln, die er als professioneller Laufcoach wahlweise auf einen Halbmarathon oder auf richtig harte Ultraläufe vorbereitet. Unter ihnen sind Profis wie Michael selbst, die einfach ihre Performance verbessern wollen und die er in seinem eigenen Blog regelmäßig um Tipps für wirklich nützliche Produkte bittet. Aber auch skurrile Typen wie der nicht gerade nach Hochleistungssport aussehende holländische Künstler Philipp, der es einfach liebt, zu laufen und sich mit Michael als Trainer einen Ultra mit 100 Kilometern als Ziel gesetzt hat – seine Erfahrungen könnt ihr im Podcast „Läuft bei mir“ nachlesen.

Das Ziel ist das Ziel


Bei der Arbeit mit seinen Kunden geht es immer wieder um eine Frage: Wie machst Du den besten Läufer aus Dir, der Du sein kannst? Das fragt GORE RUNNING WEAR® Athlet und Ultraläufer Michael Arend sich auch selbst regelmäßig und trainiert hart für seine Ziele. Was ihn als Sportler antreibt?

„Lange Zeit habe ich immer überlegt, was ich auf diese Frage am besten antworten soll. Aber es ist so einfach: Ich laufe, weil ich Spaß daran habe. Und ich habe auch Spaß daran, mir anspruchsvolle Ziele zu setzen, eine Platzierung oder eine Zeit. Zum Beispiel will ich den Transvulcania unbedingt unter 08:00 Stunden zu laufen. Für die Weltgeschichte ist diese Zeit vielleicht völlig unbedeutend, aber es macht mich glücklich, daraufhin zu trainieren.

Läuft bei ihm


Seine Wettkampfhighlights bisher: der Sieg beim Zugspitz Ultra Trail 2015. In diesem Jahr folgt im Frühjahr dann der Transvulcania, der ihn landschaftlich total umhaut und bei dem sich der GORE RUNNING WEAR® Athlet eine völlig neue Wettkampfdimension im internationalen Spitzenfeld eröffnet. Im Herbst 2016 startete Michael dann beim extrem harten Ultra Pirineu in Spanien. Die 15 Stunden und fast 7000 Höhenmeter durch die Pyrenäen sind für den ehrgeizigen Sportler ein mentaler und körperlicher Grenzgang, auf den er heute wahnsinnig stolz ist.

Apropos Grenzgang: Wie meistert ein professioneller Laufcoach eigentlich die Ausnahmesituationen während eines Rennens, auf die er seine Klienten sonst vorbereitet? „Im Vorfeld des Rennens stelle ich mich schon auf die Standardprobleme ein, die aller Voraussicht nach eintreten werden: der Punkt, an dem du dich nach vielen Stunden hinsetzt und einfach nicht mehr weiterlaufen willst. Oder der Moment, an dem du dir eine Blase am Fuß gelaufen hast. Da hilft es, diese Situation schon gedanklich durchgespielt zu haben.“

Cool bleiben für Profis


Trotzdem hält jeder Ultralauf unvorhergesehene Situationen bereit, auch für einen nervenstarken Ex-Soldaten wie Michael. Beim Ultra Pirineu zum Beispiel kalkuliert er nicht richtig mit der langen Laufzeit und der hereinbrechenden Dunkelheit. Statt einer ordentlichen Stirnlampe hat er nur eine Art Notfunsel im Gepäck. „Plötzlich hing ich im Stockfinsteren bei Gewitter in einem Wasserfall, und vor und hinter mir war niemand. Ich hab mich einfach nur vorangetastet und mir gedacht: immer ein Schritt vor den anderen, irgendwann kommst Du schon raus aus dieser Nummer. So war es dann auch.“ Sein Versprechen an den des Weges kommenden Läufer mit der rettenden Stirnlampe: Wenn du bei mir bleibst und mir Licht gibst, lasse ich dich im Ziel vor. Am Ende laufen beide gemeinsam ins Ziel, ein superemotionaler Moment für Michael.

Jedem seine Challenge


Ein Wettkampf den er sich vornimmt muss Michael richtig kicken und so hält er es auch in seiner Arbeit als Coach. „Ich würde nie einem meiner Klienten ein Rennen empfehlen. Man muss sich eine Challenge selbst aussuchen, es wirklich wollen. Sonst packt man lange Rennen mit ihren Strapazen nicht.“ Wenn er mit einem Rennen im Kopf noch nicht fertig ist, kann es sein, dass er es wieder und wieder läuft. Wie den Transvulcania, der 2017 wieder auf seiner Liste steht. Dann der Eiger Ultra und im Herbst der Transalpine Run. Und dazwischen die Rennen, die ihn unterwegs noch packen. Irgendwann will sich Michael dann auch mal den UTMB vornehmen. Dann, wenn er mit dem Transvulcania fertig ist. Wir halten euch natürlich auf dem Laufenden.


Der Coach empfiehlt: sein Lieblingsstück


Kein Schnickschnack, echte Funktion: Das ist Michaels Lieblingsteil von GORE RUNNING WEAR®. Die ONE GORET-TEX® Jacke ist für ihn ein Teil, das in keiner Pflichtausrüstung fehlen darf.

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